# Ännchen von Tharau ist's, die mir gefällt,
sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld.
Ännchen von Tharau hat wieder ihr Herz
auf mich gerichtet in Lieb und in Schmerz.
# Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut,
du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut!
# Käm alles Wetter gleich auf uns zu schlahn,
wir sind gesinnt bei einander zu stahn.
Krankheit, Verfolgung, Betrübnis und Pein
soll unsrer Liebe Verknotigung sein.
# Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut,
du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut!
# Recht als ein Palmenbaum über sich steigt,
hat ihn erst Regen und Sturmwind gebeugt;
so wird die Lieb' in uns mächtig und groß
nach manchen Leiden und traurigem Los.
# Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut,
du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut!
# Würdest du gleich einmal von mir getrennt,
lebtest da wo man die Sonne kaum kennt;
ich will dir folgen durch Wälder, durch Meer,
Eisen und Kerker und feindliches Heer.
# Ännchen von Tharau, mein Licht, meine Sonn,
mein Leben schließt sich um deines herum.
Wohin mit der Freud?, Op. 58, No. 2, "Ach du klarblauer Himmel"
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